1. Bestien. Kleist und die Deutschen, Berlin: Merve 2011, 100 Seiten.
  2. Flauberts Einfaches Herz. Eine Legende der Moderne,

    Erster Band der Flaubert-Lectures, hrsg. von Barbara Vinken, Berlin: August Verlag 2009.


  3. Flaubert. Durchkreuzte Moderne, Frankfurt am Main: Fischer 2009.
  4. Die deutsche Mutter: Der lange Schatten eines Mythos,

    München: Piper 2001, Überarbeitete Neuauflage Frankfurt am Main: Fischer 2007.

     

    "Barbara Vinken analysiert den Mythos der deutschen Mutter von seinen Anfängen in der Reformation über Rousseau bis zu den Entwicklungen in der Bundesrepublik und der DDR. Sie schält die politischen Hintergründe heraus und zeigt, wie die Emanzipation der Frauen an der Vorstellung der Mutter, die sich ganz dem Kind widmet, ihre Grenze findet."

  5. Mode nach der Mode: Geist und Kleid am Ende des 20. Jahrhunderts,

    Frankfurt am Main: Fischer 1993.

     

    Englische Übersetzung und überarbeitete Fassung:

    Fashion - Zeitgeist. Trends and Cycles in the Fashion System, übers. Mark Hewson, Oxford/New York: Berg 2005.

  6. Du Bellay und Petrarca. Das Rom der Renaissance,

     Tübingen: Niemeyer 2001.

     

    Das Verhältnis der Renaissance zur Antike läßt sich am eindrücklichsten in all seinen Ambivalenzen an Rom illustrieren. Um Rom als Dreh- und Angelpunkt aller Hoffnung auf Veränderung kreist das Denken der Humanisten in Euphorie und Melancholie. Francesco Petrarca (1304-1374) geht es um eine Wiedergeburt Roms, Joachim Du Bellay (1522-1560) um seine endgültige Grablegung. In einer raffinierten intertextuellen Engführung der antiken Texte hält Du Bellay der restauratio Petrarcas nicht die translatio, sondern das religiöse Schema der Gnade entgegen. Im Namen der Marguerite erlöst die Poesie vom Fluch der Geschichte, die den Namen Rom trägt.

  7. Unentrinnbare Neugierde - Die Weltvervallenheit des Romans: Richardsons "Clarissa" und Laclos' "Liaisons dangereuses",

     Freiburg: Rombach 1991.

     

    Neugierde zeichnet sich aus durch ihr subversives Verhältnis zur Autorität: Gottes zuerst, dann des Mannes; schließlich auch der Gesellschaft. Im Mittelalter konkurriert Neugierde mit der Autorschaft Gottes. Der Welt und ihrem Schein verfallen, wird sie theologisch verdammenswert, den in solcher Verblendung meint der Neugierige als Autor an Gottes Stelle zu treten. Mit dem Tod Gottes in der Moderne wird das Männliche zur Instanz ehedem göttlicher Autorität. Der literarische Text exponiert die Fiktion des Männlichen an der Stelle der alten Autorschaft. Auf diese Fiktion ist von nun an die Neugierde des Romans gerichtet, auf die Metaphern der Autorität, die die neue Gattung des Romans begründen. In der Neugierde wird der Roman zum tropenkritischen Unternehmen. Richardsons Clarissa und Laclos‘ Liaisons dangereuses zeigen dies Unternehmen in den für die Gattung entscheidenden Stadien. In Clarissa versucht Richardson durch die Konversion des Körpers seiner Heldin in den Text seines Buches seine Autorschaft zu beweisen. In den Liaisons dangereuses von Laclos hingegen entlarvt die neugierige Heldin durch ihren Untergang die Verblendung, in der die Gesellschaft sehenden Auges verharrt. Die Gegenüberstellung beider Modelle erhellt exemplarisch die Konstellation der Romanentwicklung des 18. Jahrhunderts.